Du bist mein Wunder

Heute morgen verschlug es mir den Atem. Die Blüte der Iris hatte sich geöffnet und präsentierte sich in dieser extravaganten, zweifarbigen Pracht. Richtig: Das ist nichts Ungewöhnliches. Aber diese Blüten habe ich in den letzten beiden Jahren nicht gesehen, und ich dachte, sie hätten sich schon verabschiedet aus meinem Garten.

Jetzt aber, diese Pracht, diese Farben. Und das, nachdem meine alte Freundin Pia, die sie mir geschenkt hat, vor wenigen Tagen im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Meine Erinnerungen an sie sind voller Dankbarkeit: Sie wusste schon im voraus, wann ein Sonnenuntergang besonders dramatisch sein würde und führte mich an den richtigen  Ort, um ihn zu sehen. Und ein Feld einfacher Margariten schilderte sie mir im Dämmer wie eine Engelschar, die uns vor dem Fenster behütet und durch die Nacht führt.

Mir scheint, dass sie mich mit diesen Irisblüten noch einmal grüßen und trösten möchte. Denn diese sogenannten Corona-Zeiten sind für mich in all ihrem Wahnsinn schwer zu ertragen.

Danke Pia. Du bist mein Wunder.

3 Gedanken zu “Du bist mein Wunder

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