Von Fischen und Gedanken

Goethes Arbeitszimmer

„Man legt geflochtene Körbe aus, um in ihnen Fische zu fangen; hat man die Fische gefangen, sind die Körbe vergessen. Man legt Fallen, um Hasen in ihnen zu fangen; hat man die Hasen gefangen, sind die Fallen vergessen. Man bildet Worte, um damit Gedanken in diese zu legen. Hat man die Gedanken bekommen, sind die Worte vergessen.“ Zhuangzi

Über die Froschperspektive

„Denn wenn es nun einen Schöpfer oder eine Macht gab – oder zumindest ein allsehendes Auge -, dann müsste dieses große Wesen von seiner erhöhten Position aus schließlich die Linien, die Adern in Zeit und Raum entdecken. Diese aus der normalen Froschperspektive so unbegreiflichen Strukturen. Und den inneren Zusammenhang und die Konsequenz aller Handlungen. Wie sollte es das sonst alles sehen können? Sie müssten doch für eine Gottheit die eigentlichen Kategorien ausmachen. – Die Muster.“

Hakan Nesser: Das falsche Urteil