Rätsel

Eine Hand zupft am Bart. Aber was hat die Gabel oben am Ohr zu bedeuten?

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Auch „Pu der Bär“ muss sich verstecken  

Es ist schon erstaunlich, was Marta Minujín auf der Kasseler „documenta“ angerichtet hat: Da steht ihr „Parthenon of the Books“ und protestiert in riesigen Dimensionen gegen jegliche Zensur. Wer genauer hinschaut, entdeckt, dass dies bitter nötig ist, denn irgendwo ist irgendein Buch offensichtlich immer auf dem Index. „Harry Potter“ zählt dazu, Tolkiens „Herr der Ringe“ oder „Der Fänger im Roggen“.
Alles Nennenswerte an Literatur ist umschlungen von silbrigen Plastikbahnen, die die Bücher schützen und gleichzeitig offen legen für neugierige Blicke.
Gestern ist ein weiteres verbotenes Werk hinzugekommen. „Winnie the Pooh“, der ebenso niedliche wie einfältige Bär, der am allerliebsten Honig schleckt den lieben langen Tag, ist aus den sozialen Netzwerken Chinas verbannt worden, weil viele ihn mit ihrem Staatschef Xi Jinping verglichen haben.
Wer wütend oder gar enttäuscht ist, dass die Zensur selbst vor Kinderbuchfiguren nicht halt macht, mag sich trösten. Abends, wenn die späte Sonne ihre Strahlen auf die silbrige Haut des Parthenon schickt, wirkt das riesige Gestell so transparent, als hätten sich die Buchstaben längst im großen Weltgeist aufgelöst und selbständig gemacht – aller Willkür zum Trotz.