Dem Himmel so nah

Ein Ort mit Magie: In der ältesten Dominikanerkirche der Niederlande residiert heute eine Buchhandlung. Wer sein Buch sucht, kann gleichzeitig die Kraft der Kirche spüren und dem Himmel und den Kirchenfenstern in den oberen Etagen um acht Meter näher kommen. Erst von dort wird die Größe des Gebäudes spürbar, die Schönheit der Fenster, die detailverliebte Arbeit am Stein. Und erst von oben ist zu sehen, dass die Besucher der Kaffeebar in Binnenchor und Apsis gemeinsam an einem Tisch sitzen, der in Kreuzform gestaltet ist. „Was feiern wir in einer Messe? Den Moment, in dem wir zusammen kommen. Das wollen wir hier ausdrücken, mit allem Respekt“, sagt der Geschäftsführer des Unternehmens in Maastricht.
Respekt verdient auch, was bei den aufwendigen Restaurationsarbeiten zutage getreten ist: Ein Bildnis von Thomas von Aquin  – wie eine Botschaft aus einer anderen Welt. 1350 entstanden, zeigt das Bild Perspektive. Es war also seiner Zeit voraus.
Das passt zum Geist vieler Bücher, die auch Horizonte öffnen und Grenzen sprengen wollen.

Aus dem Bildband: Maastricht. Bilder, Spuren, Hintergründe.  

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Über Wolken gehn

„Einfach wieder schlendern, über Wolken gehen…“

Heute Abend ist mir nach Konstantin Wecker. Langsam, langsam. Hören. Schweigen.

„Mit den Wiesen schnuppern, mit den Winden drehn…“

Kein Plan. Nirgends.

„Und die Stille senkt sich leicht in dein Gemüt…“  

Der Augustregen – ein Geschenk im Nirgendwo.

„Muss man sich denn stets verrenken, um sich selber abzulenken…“

Ach, kommt, hört einfach und schaut… Dieser  letzte  Abend im August.