Wiesen voller Wunder 

„Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben;
entweder so, als wäre alles ein Wunder,
oder so, als wäre nichts ein Wunder.“

Dieses Zitat von Albert Einstein berührt mich. Ich will in den nächsten Ferienwochen nicht bloggen, sondern danach leben und die Welt ringsum als Wunder betrachten, vielleicht Dinge entdecken, die ich normalerweise übersehe und anderes übersehen, was ich sonst zu stark bewerte.
Die Bienenragwurz auf dem Foto soll mich daran erinnern, dass es am Wegesrand Wunder gibt: Die kleine Orchidee blüht zur Zeit, und wer ein Magerrasengebiet kennt, kann sie dort vielleicht entdecken.
Allerdings: Die Bienenragwurz wächst unscheinbar inmitten anderer Gräser und Pflanzen. Und nur wer ganz genau hinschaut oder die Blume vergrößernd an sich bindet, entdeckt ihre volle Schönheit.
Das Wunder.

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Liebster Blog-Award

Marybey von Findesatz hat mich fröhlich überrascht mit dem schmückenden Blog-Siegel. Und erst mal darf ich sagen. An ihr gefällt mir alles, was ich sehe. Ihr lachendes Gesicht und ihre Idee: Jeden Tag schnappt sie sich einen Satz und postet ihn in die Welt. Schaut einfach mal selbst im „Findesatz“.

Bei dem Award geht es darum, sich ein wenig mehr kennen zu lernen und Blogs bekannter zu machen.

Weitere Regeln sind:
• Verlinke den Blogger, der dich nominiert hat
• Beantworte die dir gestellten Fragen
• Erstelle 11 neue Fragen für die Blogger, die du nominierst
• Nominiere 5-11 Blogs, die weniger als 300 Follower haben
• Informiere die Blogger über einen Kommentar, dass du sie nominiert hast

Und hier kommen Marions Fragen

1. Was liegt im Moment direkt neben dir?
Ein Schreiben der Stadt Zeven. Dort habe ich an einem Gitarrenseminar teilgenommen, und die Verwaltung hat Pressestimmen gesammelt, die mir zuflüstern, wie schön die Musikwoche war.

2. Welches Lied hast du als letztes gehört?
Ich habe zur Zeit einen Ohrwurm, den ich seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf kriege, und den ich auf einsamen Spaziergängen sogar laut schmettere: „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist.“

3. Welches Buch liest du gerade? Wenn du magst, nenne neben Autor und Titel den dritten Satz auf Seite 10.
Das ist jetzt komisch. Ich lese tatsächlich gerade zwei Bücher parallel, je nach Stimmung.
Wolf-Dieter Storl: Die alte Göttin und ihre Pflanzen.
Dieses Buch hat mir Ulrike von
Leselebenszeichen empfohlen. Auch eine überaus schöne Website und ein Buch, das mich anspricht in Aufmachung und Inhalt.  Auf Seite 10 ist dort eine bucklige Kräuterfrau abgebildet. Uneingeweihte bezeichne(te)n solche Frauen gerne als Hexen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Das zweite ist das Kontrastprogramm:
Christian Eisert: Kim & Struppi, Ferien in Nordkorea
Dieses Buch hat mir eine Freundin geschenkt, und ich weiß nicht so recht…. Bin noch nicht richtig weit gekommen.
Der dritte Satz auf Seite 10 lautet: „Gestern hatten alle Schüler im Kino ‚Sojus‘, einen Film über die KDVR, gesehen.“ Hat dir das jetzt weitergeholfen?

4. Was machst du mit Begeisterung?
Ich denke mir gerne Projekte aus, auch solche, die komplett schief gehen können. Morgen zum Beispiel bin ich zum ersten Mal Mitorganisatorin einer Ausstellung über die Jelshaa. Wenn du mein Blog kennst, weißt du schon, was ich meine: Genau. Dieses Mädchen mit dem prüfenden Blick.

5. Welches Geräusch hörst du gerne?
Das ist jetzt einfach. Gerade treffen sich draußen die Vögel zum letzten Nachtgebet. Selbstverständlich wird gezwitschert.

6. Was riechst du gerne?
Knoblauch, wie er in der Pfanne bruzzelt.

7. Welche drei Dinge kannst du besonders gut?
Schreiben, Kochen, Schwimmen.

8. Ist das Glas halbvoll oder halbleer?
Wenn ich keine Nachrichten gucke, ist es randvoll. Mit den Stars des Welttheaters verdunkelt sich schlagartig die Szene und ich finde das Glas überhaupt nicht mehr.

9. Welche zwei Komplimente hörst du häufig?
Lecker. Gute Idee.

10. Was hast du heute Schönes erlebt?
Mein Töchterchen winkt mir zu: In wenigen Stunden kommt Emmi.

11. Vervollständige den Satz: Ich werde nun…
Gähn…. Alles weitere später.

Uff. Fertig.
Jetzt darf ich nominieren:

https://gunnarkaiser.wordpress.com/
https://wordpress.com/read/blog/id/92542190/
https://wordpress.com/read/blog/id/90634240/
https://wordpress.com/read/blog/id/15809688/
https://wordpress.com/read/blog/id/86169106/
https://ursulastefko.wordpress.com/
https://wordpress.com/read/blog/id/28436353/
https://leselebenszeichen.wordpress.com/
http://privatereadersbookclub.com/

Und hier sind meine Fragen an euch:

1. Stell dir vor, du wärest reich und berühmt. Wo und wie würdest du gerne leben?
2. Was hälst du für das größte Geheimnis der Welt?
3. Warum gehörst du zur Blogger-Gemeinde?
4. Was erfüllt dich augenblicklich mit Freude?
5. Wenn eine gute Fee käme und du hättest drei Wünsche frei. Welche wären das?
6. Welches Buch hat dich wirklich beeindruckt? Und warum?
7. Wie beginnst du am liebsten deinen Tag?
8. Was hast du in der letzten Nacht geträumt?
9. Welcher Politiker beeindruckt dich?
10. Was würdest du tun, wenn du Bundeskanzler(in) wärst?
11. Glaubst du, dass „glücklich sein“ mit den richtigen Gedanken erlernbar ist?

 

Stille Übung

„Viele denken, wenn sie zehn oder zwanzig Jahre üben, werden sie schließlich etwas erreichen. Das ist aber nur ein Aufschieben, denn wenn sie jetzt nicht völlig lebendig sind, weshalb glauben sie dann, dass sie es einen fernen Tages sein werden? Dieser Tag wird nämlich nie kommen. Es gibt immer nur das Hier und Jetzt, und wer im Hier und Jetzt, in der Übung und Anstrengung heute, nicht vollkommen lebendig und da ist, der wird es nie sein.“

Alan Watts

 

Erde, du hast ein Problem

Foto: Michelle Fraikin

Mit diesem Bild haben die Jelshaa vor einigen Monaten zum ersten Mal Kontakt mit mir aufgenommen. Ich wusste damals nicht, dass ich Sirixx vor mir sah, eine Außerirdische vom Planeten Sorkulum.
Lange habe ich das blaugrüne, lange Haar betrachtet, den pinkfarbenen Zopf, die zarte Haut. Vor allem aber hat mich dieser  selbstbewusste, fast provozierend genaue Blick überrascht, diese Beobachtung.
Es war mir, als prüfe das Mädchen meine Gesinnung. Als wolle Strixx wissen: Bist du authentisch? Kann ich mit dir reden? Verstehst du mich? Willst du meine Botschaft hören? Ich ahnte, dieses Foto will mir etwas sagen.
Heute weiß ich mehr über das Mädchen: Es lebt auf dem Planeten Sorkulum, 550 Lichtjahre von der Erde entfernt, im Sternbild Cassiopeia. Als ihre Heimaterde zerstört wurde, gelang ihr mit anderen der Sprung in ein  Paralleluniversium von anrührender Schönheit. Seitdem prägen Werte wie Harmonie und Toleranz das Leben der Jelshaa. Voller Sorge blicken sie auf die Welt, wo ungezügeltes  Machtstreben das Leben der Völker zu zerstören droht.
„Jelshaa: Erde, du hast ein Problem“ heißt eine Ausstellung in Heimbach, die Sirixx und ihr Volk ins Blickfeld rückt, und ein Schlaglicht wirft auf die außerirdische Sichtweise der Fotografin Michelle Fraikin.
Die anrührenden Porträtaufnahmen der jungen Künstlerin regen zum Nachdenken an über eine Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, und außerirdische Hilfe benötigt, um Frieden und Glück zu finden.
Gefördert wird die Ausstellung durch die  Heimbacher Künstlerinitiative „Augenweide“.

 

 

 

Die Verzückung des Tages

Die späten Strahlen der Sonne tunken den Raum in Goldtöne. Besteck klappert, ein älteres Ehepaar nippt schweigsam am Bordeaux, zwei ordentlich ondulierte Damen schielen zum Kellner, der in verhaltener Eile lauwarmen Hummersalat serviert. Der Duft frischen Spinats  mischt sich mit dem Aroma von Kaffee und Cognac. Die Küche serviert eine Überraschung:  Hummercapuccino mit Kokosschaum in Espressotässchen.
Eine grauhaarige Eleganz führt seine in weiße Seide gehüllte Madame vorsichtig in den Wintergarten. Der Herr rückt ihr den Stuhl zurecht, murmelt ein „Bon Soir“ für die  Nachbarn, bestellt zwei Campari-Orange und nimmt Platz zum Studium der Gangfolge: Wildkräutersalat mit gegrilltem Schafskäse, Seezungenfilet auf Champagner-Savayone, Taubenbrust aus Anjou? Leise berät er sich mit seiner Dame über die Verzückungen des Tages.

Aus dem Bildband „Ostbelgien – Bilder, Spuren, Hintergründe“