Eine sinnlos gute Zeit

Schauen wir uns an – in einer ruhigen Minute.  Auge in Auge.  Aufrecht  und ehrlich. Was treibt uns an,  was ängstigt  uns?  Wie wollen wir leben? Der Wiener Philosoph Robert  Pfaller hat darauf eine ernüchternde Antwort: Er meint, unsere Spaßgesellschaft  leide an Genuss- und Erlebnisarmut: Wir trinken Bier ohne Alkohol, Kaffee ohne Koffein.  Das Grenzwertige, das jedem Genuss anhängt, ängstigt.
Wir schauen uns an und reden über Gesundheit und langes Leben. Ein wenig traurig vielleicht, denn irgendetwas fehlt, etwas Tollkühnes, Lustvolles, etwas Ungesundes, das aber satt macht – im wahrsten Sinne des Wortes, und das Zeit verschwendet – ohne einen Gedanken an den Zweck.

Wir schauen uns an. Und lächeln vielleicht. Ja. Die Suche danach wäre gut – sinnlos gut.

 

Magische Momente

Haben wir verlernt zu genießen? Können wir noch ganz im Moment aufgehen? Wer danach fragt, scheint diese Fähigkeit schon verloren zu haben und sich dem kühlen Effizienzdenken zu beugen, das den Alltag bestimmt. Und doch gibt es sie noch die magischen Momente, wenn wider Erwarten die Sonne eine Wiese in ihr sanftes Abendlicht taucht und in saumseliger Zweisamkeit das Leben gefeiert wird – in diesem Fall bei einem Picknickkonzert mit dem Aachener Salonorchester „Achso!“ im Kurpark von Heimbach.