Zauber der Anderswelt

Die Herbstsonne blinzelte zwischen den Zweigen hervor, und ich bin sicher, auch die Devas in den Uferwiesen hörten zu, als Sandra Prinz die Obertonflöte mit ihrem geheimnisvoll heiseren Klang spielte. Lotte von der Inde, die Märchenerzählerin, dachte dabei an ihre nächste Geschichte. Sie benötigt nur ihre Stimme, ihre Mimik und ein weites Gewand, um die  Zuhörer in jene Anderswelt zu entführen, in der Treue belohnt wird, und die Liebe zum Leben jedes Hindernis überwindet.

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Liebster Award,

ich hab drei Mal hingeschaut, den Computer an- und ausgemacht, die Brille geputzt und noch mal geguckt. Es blieb dabei: Uschi hat mir ein Award-Stöckchen zugeworfen. Da hab ich eine Runde im Zimmer getanzt. Schließlich erlebe ich das nicht alle Tage. Vielen Dank also. Ich freue mich sehr.
Zur Vorsicht wiederhole ich die Regeln zum „Liebster Award“-Logo:  Mit der Nominierung erhalten die Blogger jeweils 11 Fragen, die sie im eigenen Blog beantworten. Nach der Beantwortung stellen sie ihrerseits 11 Fragen und nominieren 11 Blogger.
Hier also erst einmal die Antworten auf Uschis elf Fragen.

  1. Beschreibst Du Dich bitte in 5 Worten?
    Ich bin immer auf Suche.
  2. Bist Du ein “digital native” oder wie war Dein persönlicher Weg ins Netz?
    Beruflich war nichts anderes zu machen. Da musste ich ran.
  3. Warum bloggst Du?
    Zunächst wollte ich nur wissen, ob ich das tatsächlich selbst auf die Reihe kriege: Ein Blog basteln.
  4. Bloggst Du mit Plan oder eher drauflos nach Lust und Laune?
    Mit großem Respekt. Ich finde, ich muss was zu sagen haben, bevor ich was sage.
  5. Sagst Du das Blog oder der Blog? Warum?
    Das Blog klingt blöd. Aber im Geist sag ich immer das Weblog, das klingt gut.
  6. Sind Dir Kommentare Deiner Leser wichtig oder ist es Dir egal, ob jemand auf Deine Postings reagiert?
    Reaktionen sind mir wichtig. Vielleicht bin ich erfolgssüchtig? Muss ich mal überlegen.
  7. Beobachtest Du die Statistiken rund um Deinen Blog?
    Ab und zu ja. Als ich gerade die Lust verlor, kamst du mit dem Award. Gibt es Zufälle?
  8. Wie machst Du Deinen Blog bekannt?
    Das wüsste ich auch gerne.
  9. Was war das bisher schönste Ereignis in Deinem Leben?
    Das ist mir jetzt zu erhaben. Glück spüre ich oft.
  10. Bist Du ein zufriedener Mensch?
    Wenn ich keine Nachrichten anschaue, ja.
  11. Wirst Du das Blogstöckchen aufnehmen, beantworten und auch weiter werfen?
  12. Ich tu, was ich kann. Wo hab ich das bloß gelesen?

Uff. Fertig.

Jetzt nominiere ich elf Blogger

Philo
Ben Wederwill
Peter von literaturfrey
Ameisen im Kirschblütenhaufen von Stadtzottel
disputnik
Cherry von Herz im Kopf
Antje von fugenelementar
Wolfgang Schnier
Margret Vallot
Klappentexterin
Candy Bukowski


und quäle sie mit meinen Fragen:

  1. Stell dir vor, du bist die Hauptfigur eines Romans. Wer möchtest du sein?
  2. Und wer bist du?
  3. Was treibt dich an, die Arbeit auf dich zu nehmen, ein Blog zu gestalten?
  4. Möchtest du lieber von vielen Lesern gelesen oder von vielen Kritikern gelobt werden?
  5. Glaubst du, dass du mit Bildern oder Worten etwas bewirken kannst?
  6. Was war die beste Resonanz, die du bisher auf dein Blog bekommen hast?
  7. Hast du eine „Schere“ im Kopf, wenn du schreibst, oder formulierst du völlig unbekümmert?
  8. Möchtest du berühmt werden?
  9. Gibt es einen Prominenten, den du dir zum Vorbild nehmen würdest? Wenn ja, warum?
  10. Wo würdest du am liebsten leben?
  11. Wirst du die Fragen beantworten und das Blog-Stöckchen weiter werfen?

Consortium Piae und die Liebe zu alter Musik

Wir treffen uns meist freitags. Zunächst war Pias Haus unser Hort, eine verwunschene, von  Büchern und Erinnerungen durchwirkte Insel. Heute proben wir in einem beinahe leeren, lichtdurchfluteten  Gemeinderaum.

Meist umarmen wir uns, wenn wir uns sehen. Das ist bemerkenswert, denn die Freude, wieder da zu sein, ist unübersehbar. Dann schwatzt jede ihre Dinge, während sie die Blockflöten aufstockt, die Gitarre stimmt, das Cello stemmt. Irgendwann trifft Paulas Klavier die Harmonien, und die ersten Takte erklingen – manchmal liegt ein Lächeln auf den Gesichtern.

Wir schwingen uns ein in die uralten Melodiebögen, die seit mehr als 500 Jahren Bestand haben, alle Kriege und Frieden überlebten, sich veränderten in Anspruch und Tempi, aber immer noch die Seelen berühren – über all die Jahrhunderte hinweg.

In der Renaissance, als diese Musik entstanden ist, machte die Idee des Humanismus die Runde. Eine Rückbesinnung auf die Antike galt als modern. In der Musik war die Mehrstimmigkeit ein Gebot. Und es herrschte Aufbruchstimmung. Hoffnung.

All das wollen wir nicht vergessen: Deshalb treffen wir uns meist freitags. Pia Mirgeler, die Gründerin unseres Ensembles, ist heute 89 Jahre alt und hat erst vor einem Jahr die Blockflöte niedergelegt. Einige von uns hat sie schon als Kinder unterrichtet, und wir – Profi- und Amateurmusikerinnen verschiedener Generationen – hüten ihr Erbe, damit es fortklingt in einer Welt, die mehr denn je eine Musik braucht, die von Aufbruch und Hoffnung erzählt. Vielstimmig und voller Harmonie.

Am Freitag, 24. Oktober, ab 19 Uhr, spielt das Consortium Piae in der Kapelle Leversbach Werke von Michael Praetorius, Hans Leo Hassler, Tielman Susato, Johann Hermann Schein, Demantius, Andrea Gabrieli, André Campra und anderen. Das Konzert steht unter dem Motto „In dir ist Freude“.

Wer hören möchte, ist herzlich eingeladen.