Spüren und Ahnen

Heute ist die längste Nacht des Jahres. Der Beginn der zwölf Rauhnächte, die auch andere Umschreibungen haben:  Als „leere Tage“, „tote Tage“ oder „Niemandszeit“ wurden sie benannt, denn – so glaubten unsere Ahnen – die bekannten Gesetzmäßigkeiten sind nun außer Kraft gesetzt, das Geheimnisvolle ist allgegenwärtig. Die Tore zum geistigen Reich öffnen sich. Es ist leichter, außersinnliche Erfahrungen zu machen.  Ideal ist diese Zeit – so glaubten die Alten -, um mit Orakeln in die Zukunft zu sehen.

Es ist die Zeit der Pläne, der Wünsche und guten Vorsätze. Eine Zeit der Innerlichkeit, die zum Spüren und Ahnen einlädt.

 

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1 Kommentar

  1. … mit herzlichen Grüßen
    von mir, die, die Raunächte liebt …
    Segen!
    M.M.
    ***
    Rund um die Rauhnächte

    Zur St.Thomas geht es los,
    Rauhnächte fallen uns in den Schoß.
    Heilige Nächte werden sie genannt,
    was auch geschieht, es wird erkannt.

    In den Nächten zwischen den Jahren,
    kann man Geheimnisse erfahren.
    So geht jetzt um Mär um Mär,
    wer dies erkennt, der freut sich sehr.

    Die Scheiter drin im Ofen singen,
    und vom Kirchturm Glocken klingen.
    Im Fenster Kerze und Laterne,
    für alle Seelen nah und ferne.

    Die glühenden Kohlen schon bereit,
    auch Weihwasser gibt uns Geleit.
    Hinein in die Glut, Beifuß und Zeder,
    wünschen und hoffen das tut wohl jeder.

    Sprechende Tiere zur Mitternacht,
    raunende Geister, gib auf sie acht.
    Zeit der Mystik und der Ahnen,
    die Anderswelt zieht ihre Bahnen.

    Zuletzt Kaspar, Melchior und Balthasar,
    sie bringen Glückwünsche uns dar.
    Gesundheit, Glück und reichen Segen,
    fürs neue Jahr auf allen Wegen!

    © Monika-Maria Ehliah Windtner

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